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Praxisanleitung in der Kita


Eine gute Praxisanleitung zeigt angehenden Erzieherinnen und Erziehern nicht nur die Abläufe in der Kita. 

Sie hilft ihnen, Situationen zu verstehen, das eigene Handeln zu prüfen und Schritt für Schritt Sicherheit zu gewinnen. Dafür braucht es klare Absprachen, regelmäßiges Feedback und Zeit für gemeinsame Reflexion.

eine Ältere und eine jüngere Frau im Gespräch an einem Tisch sitzend
Abb. generiert mit Unterstützung von ChatGPT.

Welche Aufgaben hat eine Praxisanleitung?

Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter begleiten Menschen, die den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers erlernen. Dabei erklären sie nicht nur organisatorische Abläufe. Sie unterstützen die angehenden Fachkräfte auch dabei, pädagogische Situationen zu beobachten und das eigene Verhalten zu verstehen.

Das ist besonders wichtig, weil in der Ausbildung viele Fragen entstehen: Wie begleite ich einen Streit zwischen Kindern? Wann greife ich ein? Wie spreche ich mit Eltern? Wie plane ich ein Angebot, das zu den Kindern passt?

Eine gute Praxisanleitung gibt darauf nicht sofort alle Antworten vor. Sie stellt Fragen und regt zum Nachdenken an. So entwickelt die angehende Fachkraft eine eigene pädagogische Haltung.

Praxisanleitung bedeutet aber auch, Verantwortung klar zu verteilen. Auszubildende und Praktikantinnen sollen Aufgaben übernehmen und eigene Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig dürfen sie nicht mit schwierigen Situationen allein bleiben.


Wie führe ich ein gutes Anleitungsgespräch?

Ein regelmäßiges Anleitungsgespräch muss nicht immer lange dauern. Schon zehn feste Minuten pro Woche können helfen, Erfahrungen zu ordnen und nächste Schritte zu planen.

Probieren Sie diese einfache Methode aus:

1. Eine konkrete Situation auswählen

Bitten Sie die angehende Fachkraft, eine Situation aus der vergangenen Woche zu beschreiben. Das kann ein gelungenes Angebot, ein Konflikt oder ein Moment der Unsicherheit sein.

2. Beobachtung und Bewertung trennen

Fragen Sie zuerst: „Was ist genau passiert?“ Beschreiben Sie anschließend gemeinsam, was zu sehen oder zu hören war. Vermeiden Sie vorschnelle Aussagen wie: „Die Kinder hatten keine Lust.“

Genauer wäre: „Nach etwa zehn Minuten standen drei Kinder auf und gingen zur Bauecke.“

3. Drei Reflexionsfragen nutzen

  • Was ist Ihnen gut gelungen?
  • Was war für Sie schwierig?
  • Was möchten Sie beim nächsten Mal ausprobieren? 

Lassen Sie die angehende Fachkraft zuerst selbst antworten. Ergänzen Sie danach Ihre Wahrnehmung.

4. Einen kleinen nächsten Schritt vereinbaren

Das Ziel sollte konkret und erreichbar sein.

Beispiel:
Eine Praktikantin stellt fest, dass mehrere Kinder während ihres Morgenkreises unruhig wurden. Für das nächste Mal plant sie eine kürzere Gesprächsrunde und eine kleine Bewegungsphase ein. In der folgenden Woche besprechen beide, wie sich die Veränderung ausgewirkt hat.


Wie wird man Praxisanleiterin oder Praxisanleiter?

Gute Praxisanleitung benötigt Fachwissen, Gesprächskompetenz und eine klare Vorstellung davon, wie Lernprozesse begleitet werden. Eine Weiterbildung zur Praxisanleitung hilft Ihnen dabei, Anleitungsgespräche vorzubereiten, Rückmeldungen zu geben und schwierige Situationen sicher zu bearbeiten.

Davon profitiert nicht nur die angehende Fachkraft. Auch das Team setzt sich stärker mit der eigenen Arbeit auseinander. Fragen wie „Warum machen wir das so?“ oder „Können wir unser Vorgehen verständlich erklären?“ unterstützen die Qualitätsentwicklung in der gesamten Einrichtung.

Für Weiterbildungen zur Praxisanleitung, die noch 2026 beginnen und abgeschlossen werden, kann derzeit eine Förderung möglich sein. Damit bietet sich für Fachkräfte und Einrichtungen eine gute Gelegenheit, die Praxisanleitung im eigenen Haus langfristig zu stärken.

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Entdecken Sie unsere Weiterbildungen zur Praxisanleitung.